Gesundheitversorung

Die Gesundheitsversorgung gehört für uns zur öffentlichen Daseinsvorsorge. Sie ist neben Solidarität und Gerechtigkeit eine der tragenden Säulen der sozialdemokratischen Politik. Die sach- und fachgerechte Versorgung unserer Bürger darf nicht den Profitinteressen eines ungehemmten Marktes ausgesetzt sein. Alle müssen die bestmögliche Gesundheitsversorgung erhalten – und zwar unabhängig von ihrer sozialen Situation, unabhängig von ihrem Einkommen und unabhängig von ihrem Alter.

Das Beispiel „Schließung der Geburtshilfestation in unserer Kreisklinik“ beweist die Unmenschlichkeit des von der CDU so gelobten Markt-Prinzips überaus deutlich, denn da war die Versorgung der werdenden Mütter völlig nachrangig. Dies zu revidieren, war unser kurzfristiges Ziel. Obwohl durch unseren Antrag ein jährlicher Zuschuss aus dem städtischen Haushalt in Höhe von 150.000€ ermöglicht wurde, konnte dieses Ziel bisher aber leider noch nicht realisiert werden. Auch unsere Kreistagsmitglieder haben sich erfolgreich für einen weiteren Zuschuss durch den Landkreis Kassel in Höhe von 150.000€ eingesetzt.

Die hessische Landesregierung lehnt die Wiedereröffnung der Geburtshilfe in Wolfhagen ab. Wir bleiben da aber weiter am Ball, weil uns die medizinische Versorgung unserer Bürger am Herzen liegt.

Darüber hinaus engagieren wir uns intensiv im Förderverein unserer Kreisklinik. Für uns ist ganz klar: Unsere Kreisklinik ist die elementare Stütze für die Gesundheitsversorgung unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger.

Die Klinik muss als Akut- und Notfallstandort in Wolfhagen erhalten bleiben. Dabei lehnen wir eine vollständige Privatisierung ab und fordern von der GNH, aber insbesondere auch von der Landesregierung, eine stärkere Berücksichtigung der Versorgungssituation in unserer ländlichen Region.

Die Leitung der Inneren durch Prof. Schuppert ist ein guter Anfang. Warum soll ein weiterer Austausch von Personal und Ärzten nicht möglich sein? Warum sollten nicht weitere qualitätssteigernde Maßnahmen folgen oder die Ansiedlung weiterer Angebote wie z.B. einer geriatrische Institutsambulanz ? Gerade in Zeiten des demografischen Wandels eine Investition in die Zukunft !

Dies sind wir nicht nur unseren Bürgern als Patienten schuldig, sondern auch den vielen kompetenten Arbeitnehmern unserer Kreisklinik, die unter den erschwerten Bedingungen des Marktes eine hervorragende Leistung erbringen. Sie alle, Ärzte wie Pflegerinnen und Pfleger, haben es verdient, dass wir sie bei ihrer Aufgabe unterstützen. Und unsere Bürger als Patienten erst recht.

Wir wollen unsere Kreisklinik weiterhin für Patienten aus dem Wolfhager Land, vielleicht sogar der gesamten Region attraktiv halten. Dazu wollen wir mit unseren Kreistagsmitgliedern, dem Landrat, der Klinikleitung, dem Betriebsrat, dem Förderverein und natürlich der GNH vertrauensvoll zusammenarbeiten.

Ambulante Versorgung auf hohem Niveau erhalten

Zur Gesundheitsversorgung unserer Bürger gehört aber nicht nur die stationäre Behandlung, sondern insbesondere auch eine bestmögliche ambulante Versorgung in Wolfhagen.

Das von den Wolfhager Sozialdemokraten beantragte Anreizprogramm zur Ansiedlung von Ärzten hat mitgeholfen, dass die lange Zeit offenen Hausarztsitze mittlerweile wieder besetzt werden konnten. Das gute Angebot für unsere Bürger in Zukunft zu erhalten, ist ein weiteres Ziel unserer Politik. Auch da kann unser Programm enorm helfen. Dieses Anreizprogramm wollen wir ausweiten auch auf andere medizinische Fachberufe (Psychologen, Logopäden, Podologen etc.), damit Wolfhagen als starkes Mittelzentrum attraktiv für den wirtschaftsstarken Gesundheitsbereich bleibt.

Und auch ungewöhnliche Maßnahmen sind überlegenswert: Warum sollte die Stadt Wolfhagen, deren primäre Aufgabe es doch ist, für die bestmöglichen Rahmenumstände ihrer Bürger zu sorgen, nicht auch einen Arzt-Sitz kaufen ? Diesen könnte sie dann in eine Genossenschaft, einen Verein oder als Gesellschafter in ein MVZ einbringen, damit z.B. 2 junge Ärzte, die heutzutage eine modernere Ansicht von Arbeitszeiten eines Hausarztes haben, trotzdem nach Wolfhagen gelockt werden könnten?
Und warum sollte die Stadt Wolfhagen nicht ein Anreizprogramm für mobile Sprechstunden entwickeln?

Flüchtlinge als Neubürger - Chance auch für erweiterte Gesundheitsversorgung

Und auch die 600-800 Flüchtlinge, die voraussichtlich dauerhaft in der Pommernanlage leben werden, benötigen ärztliche Versorgung. Deshalb muss die Kassenärztliche Vereinigung unbedingt mindestens einen weiteren Hausarzt-, mindestens einen Facharzt-Sitz wie auch einen weiteren Zahnarzt-Sitz speziell für Wolfhagen genehmigen.
Davon würde die gesamte Bevölkerung profitieren.

Wir wollen, dass sich alle Menschen, ob jung oder alt, ob Mann oder Frau, ob deutscher oder nicht-deutscher Herkunft, in unserer Stadt wohlfühlen. Daher ist es unser Ziel, die bestmögliche Versorgung aller unserer Bürgerinnen und Bürger auch weiterhin fach- und sachgerecht im ambulanten wie auch im stationären Bereich vorzuhalten und auszubauen. Nur ein gutes Angebot macht unser Wolfhagen attraktiv.
Und nur mit einem attraktiven Wolfhagen können wir dem demografischen Wandel trotzen, damit unser Wolfhagen lebens- & liebenswert bleibt.